Anti-Giftköder-Training für Hund und Mensch

Die große Angst vor Giftködern

Was wir nach Rückfrage bei diversen Tierärzten und der Presse wissen, ist, dass in den letzten Jahren die Anzahl an durch Giftköderanschläge verstorbenen Hunden gestiegen ist. Eines der grundlegenden Probleme ist, dass viele Verdachtsfälle nicht gemeldet (z. B. zur Anzeige bei Tierschutzorganisationen oder der Polizei gebracht werden) und systematisch aufgezeichnet, sondern lediglich in sozialen Medien verbreitet werden. Diese unkritische mediale Ausbreitung schürt Ängste und führt dazu, dass jeder herrenlose Wurstsemmelrest am Wegrand als vermeintlich vergiftet im Internet geteilt wird. Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass man an „Hot Spots“ (öffentlichen Orten, an denen vermehrt Hunde anzutreffen sind) natürlich umsichtiger sein sollte und auch unmittelbare Vorsichtsmaßnahmen treffen kann:

WIR UNTERSCHEIDEN PRINZIPIELL 4 STRATEGIEN:

» Strategie Nr. 1: „Schlingen“
Der Hund fängt an, alles was er findet, in Windeseile und oft im Ganzen zu schlucken. Es besteht kaum eine Chance für Frauchen oder Herrchen, dem Hund zuvorzukommen und ihm das Futter wegzunehmen. Je schneller versucht wird, dem Hund etwas wegzunehmen, desto schneller wird er das nächste Mal seine Beute hinunterwürgen, um sicherzugehen, diese für sich zu behalten.

» Strategie Nr. 2: „Abstand gewinnen“
Gerade sehr clevere Hunde laufen in einem weiten Bogen vor Frauchen oder Herrchen davon, sobald sie etwas gefunden haben. So haben sie genügend Zeit, um in Ruhe fressen zu können. Der Versuch der Besitzer, dem Hund die Beute wegzunehmen, endet meist in einem („leider“ nur für den Hund) lustigen Fangspiel.

» Strategie Nr. 3: „Verteidigen“
Im schlimmsten Fall fängt der Hund sogar an, die Beute durch Drohverhalten bis hin zu Abschnappen zu verteidigen.

» Strategie Nr. 4: „Ignorieren“
Fressbares einfach zu ignorieren, scheidet für den Hund in der Regel leider aus, da es absolut unnatürlich ist, Beute liegen zu lassen. Es gilt ja immer noch die Devise: „Nimm, was du kriegen kannst, sonst gehst du hungrig nach Hause!“ 99 % aller Haushunde besitzen von Natur aus ausreichend soziale Intelligenz, um eine Bestrafung oder Korrektur durch den Besitzer zu vermeiden (siehe Strategie 1–3), was die Vorbereitung und das gemeinsame Arbeiten an dieser Problematik umso wichtiger macht.

Welche Trainingsmöglichkeiten gibt es nun?

Martin Rütter.jpgFoto (c) Martin Rütter DOGS Graz

ÜBUNGSTIPP „NIMM“: Man nimmt ein Stück Futter in die geschlossene Hand. Solange der Hund daran stupst oder versucht, es zu erlangen, bleibt die Hand geschlossen. Sobald der Hund einen Augenblick Abstand hält, wird die Hand geöffnet. Versucht er nun wieder ohne Aufforderung, das Futterstück zu bekommen, wird die Hand wieder rasch geschlossen. Sobald er gelernt hat, abzuwarten und nicht mehr zu fordern, darf er es auf das Signal „Nimm“ nehmen. Diese Übung bedarf bei der einen oder anderen Fellnase etwas Geschick und Schnelligkeit.

ÜBUNGSTIPP „TAUSCHEN“: Man gibt dem Hund einen Kauknochen. Idealerweise einen eher neutral riechenden „langweiligen“ – also keinen blutigen - Knochen vom Fleischer. Jetzt fängt man an, diesen regelmäßig gegen etwas viel Besseres zu tauschen, und verharrt nicht mehr in seinen Sicherungsstrategien. Eine weitere Grundübung ist, dass der Hund Futter nur mehr auf Signal nimmt. Diese Übung sollte auch mit Bekannten und Freunden trainiert werden, um den Vorgang mit anderen Menschen zu generalisieren.

ÜBUNGSTIPP „‚AUS‘ AUF DISTANZ“: Streng genommen geht es nicht um ein reines Auslassen. Wir könnten es ebenfalls „Tauschen auf Distanz“ nennen. Auch hier ist wieder nur Training über positive Verstärkung sinnvoll, da sonst im Ernstfall das Risiko besteht, dass der Hund eine der zuvor genannten Strategien anwendet (siehe Strategie Nr. 1–3). Wie beim „Tauschen“, wird der Hund anfänglich mittels Leine gesichert. Ebenfalls sollte man mit nicht sehr spannenden und nicht schnell fressbaren Leckerlis, z. B. einem „banalen“ Kauknochen, anfangen. Ähnlich wie bei der Tauschübung, fängt man aus kurzer Entfernung an und versucht, mit dem Hund zu tauschen. Der Unterschied ist, dass man versucht, in dem Moment, in dem der Hund den Gegenstand auslässt, die Hand wegzuziehen, sodass dieser auf den Boden fällt. Lässt er ihn fallen, folgt eine supertolle Belohnung. Langsam steigert man die Entfernung zum Hund und trainiert auch ohne Leine.

DAS FAZIT: »  Ganz klar zu sagen ist, dass die sicherste Vorsorge nur der Maulkorb ist. Der Maulkorb muss unbedingt richtig aufgebaut sein (mit sehr engen Streben, um das Aufnehmen von kleinen Ködern zu verhindern. Beschäftigen Sie Ihren Hund im Freilauf, um zu verhindern, dass er aus „Langeweile“ verstärkt Futter sucht. Verringern Sie den Radius und den Abstand, wie weit sich der Hund entfernt, um jederzeit Einfluss haben zu können. Bei uns in der Hundeschule – Martin Rütter DOGS Graz – bieten wir spezielle Kurse an, in denen man oben genannte und weitere Ideen und Techniken erlernen kann, um den Hund möglichst gut vor dieser Gefahr zu schützen.

Autor:
Andreas Gomsi
Martin Rütter DOGS Graz – Die Hundeschule für Menschen

www.martinruetter.com/graz | Facebook

Kastration von Katzen und Katern – damit aus 2 nicht tausende werden!

cat-2083492_1920.pngUnter „Kastration“ versteht man die Entfernung der hormonproduzierenden Keimdrüsen, also der Eierstöcke der weiblichen und der Hoden der männlichen Tiere. Bei dieser Operation handelt es sich um einen Routineeingriff, den die Tiere bereits nach wenigen Tagen vollständig überwunden haben.

Der beste Zeitpunkt für die Katration ist nach Erreichen der Geschlechtsreife, also im Alter von ca. 5-6 Monaten.

Vorteile der Kastration

  • Deutlich höhere Lebenserwartung
  • Geringes Risiko hormoneller Erkrankungen wie Zysten, GEsäugetumore oder Gebärmutterentzündung bei der weiblichen Katze sowie Prostatakrebs beim Kater
  • Die Suche nach einem Fortpflanzungspartner und die damit verbundenen tagelangen Streifzüge entfallen
  • Verringertes Risiko der Infektion mit FeLV (=Leukose) oder FIV (=Katzenaids) durch den Wegfall von Paarungsbissen und Revierkämpfen
  • Wegfall von Rolligkeitssymptomen und übelriechendem Markieren
  • Keine unkontrollierte Vermehrung

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